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Painting Landscapes along the Abraham Path (gallery)

Last month, art students from Bethlehem visited the Bedouin community of Reshayda in order to paint landscapes from key spots along the Abraham Path. It was a diverse group, with participants  from bigger cities as well as smaller villages and in a lot of cases it was their first opportunity to spend time in nature and interact with the local Bedouin community. “It was the first time I went to the desert. I didn’t imagine that I would like it so much. I learned so much about the Bedouin culture and I had a chance to compare it with ours. My artwork is about two children I met there. Thanks to them, I discovered a new place and got to know people from my country who are living very close to us and yet according to us in an inaccessible place,” commented Manal Awwad from Beit Jala.

The completed paintings were displayed at an art exhibition at their school, The Dar Al Kalima University College of Arts and Culture, where the audience could appreciate the artwork as well as learn about students’ interactions with the local community and nature. The soaring views of the Dead Sea and the stories they heard clearly provided plenty of inspiration to create a wonderful exhibit. We have collected the paintings in this gallery, and we hope you enjoy the works.

Abraham Path Initiative Receives World Bank Grant

$2.3 Million Grant Bolsters Economic Development on the Abraham Path in the West Bank

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Autumn 2014 has seen a bustle of new activities popping up along the Abraham Path between Jenin and Hebron. Girl and boy scout trail clean-up events, university photography competitions, guided weekly walks, homestay trainings, trail analysis thru-hikes, and educational meetings with Palestinian municipalities are just a few examples of the hive of activity that is energizing the path.

These activities are largely possible thanks to a two-year, $2.3 million grant from the World Bank State and Peacebuilding Fund for a project entitled “Abraham Path/Masar Ibrahim: Economic Development Across Fragile Communities.” The Abraham Path Initiative and Palestinian partner organizations will utilize the funds to engage more communities, bring more walkers, and increase job creation and income generation on the path, especially for women and youth.

“This investment by the World Bank allows one of the most innovative social change projects in the Middle East to grow to scale,” commented Stefan Szepesi, Executive Director of the Abraham Path Initiative.

The main elements of the grant include:

  • Investment in People and Institutions, including a comprehensive one-year guide training program by Bethlehem University and capacity building for local partner organizations
  • Path Development, including increasing trail distance in the north and south and improving maps and other practical hiker materials
  • Marketing, Business Development, and Communication, including outreach to tour operators, profiles on points of interest, and production of marketing materials
  • Action Research, including the publication of 10 research papers which analyze the impact of the Abraham Path and capture lessons about job creation through trail development

API partners with Masar Ibrahim al Khalil, a Palestinian nonprofit developing the path in the West Bank that is comprised of a union with the Rozana Association, the Siraj CenterPalestine Wildlife Society and Bethlehem University Institute for Community Partnership.

For more information on the World Bank grant, see www.worldbank.abrahampath.org. Follow our progress on social media!

 

Photo Credits: Sumaya Agha/API

Auf den Spuren von Ibrahim/Abraham

By William Ury

Heute ist der letzte Tag unserer Wanderung nach Hebron –al Khalil – der Stadt des Freundes. Nach elf bzw. vier Tagen Wanderschaft kommen wir an …

Wir sind früh aufgestanden, haben das Frühstück gegessen, das unsere Gastgeber Mohammed und Ibrahim zubereitet hatten und haben uns bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein auf den Weg gemacht. Wir nehmen den letzten Anstieg zu den Hügeln in der Ferne, zum Dorf Beni Naim. Es ist ein steiles Stück, aber wir haben es gemeistert. Nach einer Stunde können wir unser Ziel in der Ferne sehen, ein einfaches altes Gebäude neben dem Dorf, das die Hügel überblickt. Die Abrahamstätte (maqam ibrahim), der Ort an dem Abraham die Zerstörung von Sodom und Gomorra aus der Ferne beobachtet haben soll, die weit unter ihm im Tal des Jordans stattfand. Es ist das perfekte Ziel für eine Pilgerreise – einfach und schön. Der Ausblick von oben ist atemberaubend – über die sanften grünen Frühlingshänge hinab in die Wadis – Täler – der Wüste, bis zum tiefsten Punkt der Erde – dem Toten Meer – und am Horizont zeichnen sich die Berge Jordaniens ab – der biblischen Regionen Moab und Edom.

Während wir außerhalb des Schreins stehen und die Aussicht genießen, erklärt uns George Rishmawi, unser Freund, Kollege und Führer, dass dieses Dorf der erste Ort auf dem Masar (Pfad) ist, auf dem er die folgenden Worte hörte: „Wir haben auf dich gewartet.“ Beni Naim ist in der Tat die Abrahamstätte, eine echte Perle unter den abrahamitischen Sehenswürdigkeiten, die sich von Mesopotamien bis Hebron und schließlich weiter nach Mekka ziehen. George erklärt uns auch, wie Abraham zum Friedensstifter zwischen den vier kanaanitischen Königreichen wurde, aus denen das alte Hebron bestand. Und es war seiner Arbeit zu verdanken, dass sie gerne zustimmten, eine alte Höhle zu kaufen, in der seine geliebte Frau Sarah beerdigt werden sollte.

Ich bin sehr bewegt, erinnere mich an die alte Geschichte, in der, wie es die Bibel beschreibt, Abraham mit Gott über die Gerechtigkeit seiner Zerstörung verhandelt. „Wenn ich fünfzig rechtschaffene Menschen finden kann, wirst du die Stadt dennoch zerstören?“ „Wie wäre es mit fünfundvierzig?“ Und so weiter, bis er bei zehn Menschen angekommen ist. Leider kann Abraham nicht einmal zehn Menschen finden. Mir wird das Herz schwer und ich kann mir lebhaft vorstellen, wie er sich fühlte als er der Zerstörung beiwohnte. Ein Mensch, der mit dem Allmächtigen über das Leben der Menschen verhandelt – vielleicht die älteste derartige Geschichte in den alten Schriften. Den Allmächtigen herauszufordern mag normalerweise den Tod und Schlimmeres bedeuten, aber Abraham ist ja der Freund Gottes. Und in meinem Buch macht ihn diese Geschichte zum Vater der Menschenrechte und der Verhandlung. In dieser Zeit, an diesem Ort, wo es so viele Konflikte und Ungerechtigkeiten gibt, gibt es keine besseren Werte als die Werte Abrahams, auf die man sich berufen und die man zu neuem Leben erwecken kann – Friede und Gerechtigkeit, Menschenrechte und Verhandlung.

Die Abrahamstätte, die in über eintausend Jahre alten Pilgergeschichten erwähnt wird, könnte nicht einfacher sein. Außer uns gibt es keine weiteren Besucher. Im Inneren gibt es einen eingezäunten Bereich mit einem Stück Fels, auf dem zwei Fußabdrücke, zwei Handabdrücke und der Abdruck einer Stirn zu sehen sind. Der Ort, an dem Abraham sich niedergeworfen haben soll. Es ist ein Ort der Demut und der Ehrfurcht.

Vom maqam aus machen wir uns wieder auf den Weg nach Hebron, durch ein reizendes kleines Tal mit blühenden Mandelbäumen, Olivenbäumen, Eichen, Steinzäunen, den grünen Feldern im Frühling, Schafherden und uralten Ruinen und Höhlen, in denen einst Menschen lebten … Wir machen ein Picknick unter einer alten Eiche und denken natürlich an Abraham, wie er unter einer großen Eiche saß, drei göttliche Besucher mit großer Herzlichkeit empfing und ihnen die Füße wusch. Wir suchen nach Eicheln, die zum Symbol für den Masar Ibrahim, den Abrahampfad, geworden sind und finden ein paar wenige, die noch nicht von den Ziegen verspeist worden waren.

Nach dem Mittagessen haben wir noch einen zweistündigen Marsch vor uns, bis wir die Straßen der Stadt erreichen. George führt uns an einen Ort, an dem wir den Blick auf die Altstadt und ihre alten Steingebäude genießen können, die sich zwischen vier Hügeln aneinander schmiegen. Unser Ziel sticht prominent hervor – das historische Grab von Abraham/Ibrahim und Sarah, von Isaac und Rebekka, von Jakob und Lea, umringt von hohen Steinwänden, die vor zweitausend Jahren errichtet wurden.

Während wir vor dem Grab auf das Ende eines Gottesdienstes warten, taucht eine Gruppe Schülerinnen auf. Sie lächeln und stellen uns viele Fragen, um ihr Englisch zu trainieren. Kurz danach betreten wir das Grab, einen Ehrfurcht gebietenden Ort, der drei Generationen von Männern und Frauen die Ehre erweist. Es ist eine uralte Legende, dass hier unten in der Höhle der Eingang zum Garten Eden liegt. Adam entdeckte ihn durch seinen süßen Geruch und begrub Eva an diesem Ort. Viele Generationen später wiederholt sich die Geschichte mit Abraham und Sarah. Und als Abraham hier zur letzten Ruhe gebettet wird, kommen seine Söhne Ismael und Isaac hier zusammen, ein Hinweis auf eine mögliche Versöhnung.

So möge es sein! Und mögen die Reisenden und Pilger, die diesem alten Pfad folgen, ebenfalls zum Andenken an unsere gemeinsame Menschlichkeit beitragen; an das dringende Bedürfnis für Gerechtigkeit und Frieden, jeder auf seine eigene, kleine Art und Weise! Schritt für Schritt … mögen wir alle dorthin gelangen!