DER ABRAHAMPFAD IST EIN KULTURWANDERWEG, DER AN EINE REISE VOR 4.000 JAHREN ERINNERT

Der Pfad folgt den kulturellen Spuren Abrahams und dient als globale Plattform für die Erlebnispädagogik im Nahen Osten. Der Pfad ist ein Symbol der Hoffnung. Er ist ein Ort der Gastfreundschaft, des Kennenlernens und der Begegnung. Aktuell ist die Route in einigen Gegenden für Wanderer sicher, in einigen anderen steht ein virtueller Pfad zur Verfügung.

DIE ABRAHAMPFAD INITIATIVE IST EINE GEMEINNÜTZIGE ORGANISATION ZUR UNTERSTÜTZUNG DES WANDERWEGS

Die Abrahampfad Initiative fördert Projekte und Ideen, die eine neue Sichtweise auf den Nahen Osten ermöglichen und den Rest der Welt mit dieser Region verbinden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Abrahampfad Initiative.

Der Abrahampfad ist ein Kulturwanderweg, der an die Reise Abrahams vor 4.000 Jahren erinnert.

Abraham gilt als „Freund Gottes“ und ist für seine Herzlichkeit und Gastfreundschaft bekannt. Diese Tradition ist bis heute im Nahen Osten und weltweit lebendig. Diese historische Pilgerreise ist wie ein kultureller roter Faden, der die Menschheit zusammenhält. Sie erinnert uns daran, dass die Gemeinsamkeiten trotz aller Unterschiede immer überwiegen werden.

Der Abrahampfad Kulturwanderweg erinnert an diese legendäre Reise vor 4.000 Jahren.

Aktuell ist die Route in einigen Gegenden für Wanderer sicher, in einigen anderen steht ein virtueller Pfad zur Verfügung.

Der Abrahampfad Kulturwanderweg

  • verläuft entlang der kulturellen Spuren Abrahams und dient als
  • globale Plattform für die Erlebnispädagogik im Nahen Osten
  • in zahlreichen Regionen ist das Gebiet für Wanderungen und Gruppenreisen sicher;
  • steht als virtueller Pfad zur Verfügung, als interaktives Tool, mit dem die oben genannten Initiativen für alle zugänglich sind.

In seinem Kern ist der Pfad ein Symbol der Hoffnung. Er ist ein Ort der Gastfreundschaft, des Kennenlernens und der Begegnung.

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DIE REISE ABRAHAMS

Folgen Sie einer alten Route durch den Nahen Osten

Die Erinnerung an die Reise Abrahams ist eine Sammlung von Geschichten aus schriftlicher und mündlichen Überlieferungen sowie wissenschaftlichen Quellen. Ein gemeinsamer roter Faden verbindet sie.

Abraham als Vater.

Abraham als Freund Gottes.

Abraham als Urvater der Gastfreundschaft.

Abraham als aufrichtiger und gläubiger Mensch.

Abraham als Rebell.

Abraham als Vermittler.

Abraham als Reisender.

Es gibt keine Belege zum genauen Verlauf seiner Reiseroute. Die Manuskripte sind nicht detailliert genug, um die genaue Route zu rekonstruieren, die Abraham und seine Familie durch den Nahen Osten genommen haben. Genauer gesagt gibt es keine historischen oder archäologischen Beweise, welche die Existenz einer Person namens Abraham vor etwa 4.000 Jahren bestätigen. Es gibt jedoch unzählige Beweise, dass Abraham heute im Geiste und in den Traditionen aller Menschen im Nahen Osten und von Milliarden von Menschen weltweit existiert. Der Pfad folgt dem anthropologischen Abraham und somit der Erinnerung und der Weisheit seiner Reise durch den Nahen Osten.

Der Abrahampfad folgt der Reise Abrahams ins Ungewisse. Einer Reise, die vom Glauben veranlasst, vom Vertrauen gestärkt und entlang des Weges durch das Zusammentreffen mit Menschen bereichert wurde, die anders waren als er selbst. In der Region von Urfa bis Harran, von Jerusalem bis Mekka, von Hebron bis Negev besteht noch heute ein stark verankertes Kulturgedächtnis über Abraham und seine Familie. Für bestimmte Orte besteht keine Einigkeit in Bezug auf die geographische Lage. Andere Orte sind an mehreren Standorten zu finden, abhängig davon, welcher Tradition man folgt. Der Pfad führt sie lediglich auf einer Reise zusammen. Er trifft keine Aussage über ihre Wahrhaftigkeit.

Auf dieser Reise erleben die Wanderer die Landschaft der Region. Die unterschiedlichen Topographien und Ökosysteme entlang des Pfades erinnern nicht nur an die große Artenvielfalt der Region, sondern auch an die großen körperlichen Herausforderungen. Reisende sind nicht aus reinem Luxus auf die Gastfreundschaft der Einheimischen angewiesen, sondern um zu überleben. Nicht aus kommerziellen Gründen, sondern in der Tradition Abrahams: Eine moralische Verpflichtung auf Seiten des Gastgebers und des Gastes. An einem Ort, an dem die natürliche Umgebung unwirtlich sein kann, haben Reisende auch heute die Gelegenheit, das Geschenk der Gastfreundschaft zu erleben. Von Menschen, die gelernt haben, in dieser saisonal unwirtlichen und wunderschönen Region zu leben.

Die Eiche im Logo des Abrahampfads ist ein Symbol für diese lebensnotwendige Gastfreundschaft und stellt einen Bezug zur Geschichte Abrahams her, der unter den Eichen von Mamre Gäste empfing, in der Nähe des heutigen Hebron/Al-Khalil. An diesem Ort wurde Abraham ein Sohn versprochen und seine Reise endet hier, als er sich am Ende seines Lebens hier zur Ruhe legt.

Wie auch Abraham, der Versuchungen und Herausforderungen erlebte und sich veränderte, sind auch die Wanderer eingeladen, auf eine ganz persönliche Reise zu gehen.

ABRAHAMITISCHE GASTFREUNDSCHAFT

Der Pfad des Freundes
Die historische Figur des Abraham als bedeutsames Thema bei Reisen im Nahen Osten. Seine lange Wanderschaft durch die Region, die Geschichten, die in den lokalen Bräuchen an ihn erinnern und das Erbe seiner Gastfreundschaft, welches noch heute die Menschen im Nahen Osten prägt, sind zentrale Bestandteile des Abrahampfads.

Wandern

Im Zeitalter des schnellen Reisens wird die älteste Form der menschlichen Fortbewegung häufig übersehen. Wir versuchen, immer noch effizienter zu kommunizieren und vergessen dabei die alte Idee, dass man die meisten Reisen am besten langsam erlebt, im Rhythmus der eigenen Füße, die abwechselnd den Boden berühren. Auf diese Art und Weise bereiste Abraham die Region: Hätte er seine Heimat verlassen, in ein Flugzeug gestiegen und direkt an sein Ziel geflogen, hätte er nicht die vielen Kulturen und Regionen kennengelernt, die heute entlang des Pfades liegen und er hätte auch nicht seine Spuren im gesamten Nahen Osten hinterlassen. In vielerlei Hinsicht sind die Spuren und Erinnerungen entlang des Pfades ein Widerhall der Bekanntschaften, die Abraham auf seiner Reise schloss.
Diese Bekanntschaften und Beziehungen sind der Grund, warum wir glauben, dass man den Nahen Osten durch langsames Reisen und Wandern besonders gut kennenlernen kann. Wenn man zu Fuß durch die Region reist, lernt man die Menschen und Kulturen kennen, die man sonst verpassen würde. Man schließt wie Abraham Bekanntschaften, hinterlässt seine eigenen Spuren und erlebt prägende Begegnungen.
Besonders für den Nahen Osten haben wir Bilder vor Augen, die stark durch die Medien und meist von Feindseligkeit, Zerstörung und Hoffnungslosigkeit geprägt sind. Diese Bilder mögen nicht gänzlich falsch sein, aber sie stellen nur einen Bruchteil eines größeren Bildes dar. Die Freundlichkeit der Menschen in der Region, das große kulturelle und geistige Erbe sowie die Schönheit der Natur verteilen sich über alle Landstriche. Wenn Sie ein detaillierteres Bild des Nahen Ostens erleben möchten, ist das Wandern in der Natur die beste Option.

Geschichte

Wie die Pfade, die sich durch die Region schlängeln, treffen sich die Geschichten und Traditionen über Abraham und trennen sich erneut, finden ihren Schnittpunkt an einem Ort und überlappen sich in einem weiteren. In all diesen Traditionen gibt es nicht die eine Figur des Abraham, welche die Erzählungen formt und dominiert. Es gibt keine zusammenhängende Geschichte, die alle Bräuche und Erinnerungen zwischen Ur und Urfa, Aleppo und Jerusalem, Hebron und Mekka vereint. Es gibt jedoch bestimmte Aspekte der Reise Abrahams, die sich wie ein roter Faden durch die Region ziehen. Eine Reihe von Traditionen und Erzählungen im Geiste Abrahams, die eine immense Bedeutung für die Menschen im Nahen Osten haben.
In Wahrheit ist es nicht Abraham selbst, der den Abrahampfad zu einer so einzigartigen und bedeutsamen Erfahrung macht. Es gibt keine einheitliche Figur des Abraham in der Region. Die Art und Weise, wie einzelne Aspekte von Abraham in die Kultur, die Traditionen und die Erzählungen der Menschen übergegangen sind, deuten auf eine der interessantesten Facetten des Reisens im Nahen Osten hin: Die allgegenwärtige Präsenz seines Erbes und der Verbundenheit, die jeden Aspekt der Gemeinden und Menschen vor Ort durchdringt. Mündlich überlieferte Geschichten schlagen sich hier in Bräuchen, Speisen, Musik und Kunst, ja sogar in den Orten und Landschaften selbst nieder.
In dieser historischen Region sind persönliche und kulturelle Identitäten mit komplexen Geschichten und Legenden verbunden, die tausende von Jahren zurückreichen. Das wiederholte Auftreten der Figur des Abraham dient lediglich als starkes und beständiges Beispiel für das narrative Erbe der Region.
Die Menschen, die entlang des Pfades leben, entstammen einer von Geschichten geprägten Tradition und jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte zu erzählen. Gleichzeitig betritt jeder Wanderer den Pfad mit seiner eigenen Geschichte. Wir sind der Überzeugung, dass der Pfad eine natürliche Plattform für den Austausch dieser Geschichten ist und sich perfekt in die nahöstliche Tradition des Erzählens einfügt.

Gastfreundschaft

Letzten Endes ist es nur möglich diese Region zu Fuß zu erkunden, die Menschen dort kennenzulernen und ihren Geschichten zu lauschen, weil die Gastfreundschaft so tief im Nahen Osten verankert ist.
Die Themen Wandern, Erzählen und Gastfreundschaft treffen in einer Legende über Abraham besonders eindrucksvoll aufeinander. Die Bibel und auch lokale Überlieferungen besagen, dass Abraham sich nach seiner Ankunft im modernen Hebron, das den Abschluss seiner langen Reise durch die Region bildete, unter einer Eiche an einem Ort namens Mamre niederließ. Dort kam eine Gruppe Reisender mit wundgelaufenen Füßen zu ihm. Er wusste nicht, dass sie die Geburt eines Sohnes und die Fortsetzung seiner Stammeslinie über unzählige Generationen vorhersagen würden. Er wusste nichts über diese Reisenden, lud sie aber dennoch ein, sich bei ihm niederzulassen und seine Unterkunft, sein Essen und seine Gesellschaft zu teilen.
Diese stark verwurzelte Gastfreundschaft ist der vielleicht größte Aspekt des abrahamitischen Erbes im Nahen Osten. Die sichtbarste Spur, die dieser große Wanderer hinterlassen hat. Jede Wanderung auf dem Pfad ist anders und einzigartig. Jeder Wanderer wird die Reise anders erleben. Es gibt jedoch eine Sache, die wir garantieren können: Wenn Sie die Region zu Fuß bereisen und mit den Menschen vor Ort interagieren, werden Sie immer wieder überrascht und tief bewegt sein wie herzlich und gastfreundlich Sie empfangen werden. In jedem Dorf, das Sie besuchen, werden Sie das Echo der freundlichen Einladung Abrahams für eine Gruppe müder Wanderer hören, sich zu ihm unter die Eichen von Mamre zu setzen.
Aus diesem Grund hat der Abrahampfad das Symbol der Eiche in seinem Logo gewählt. Wir sind der Überzeugung, dass die Gastfreundschaft auch heute noch prägend ist für den Nahen Osten. Und wir laden Sie ein, einer der zahllosen Reisenden zu werden, die im Lauf der Geschichte herzlich von den Menschen in der Region willkommen geheißen wurden.

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